Nachdem die Jahre 2024 und das erste Halbjahr 2025 noch deutlich vom Ringen um einen sozialverträglichen Beschäftigungsabbau geprägt waren, haben die IG Metall und Miele im weiteren Verlauf des Jahres 2025 konsequent den Fokus auf die Zukunft gerichtet.
Im Rahmen eines großangelegten, sozialpartnerschaftlichen Beteiligungsprojekts, in dem sich über 10% der Belegschaften in Deutschland beteiligen konnten, werden derzeit Zielbilder für alle deutschen Standorte erarbeitet. Ziel ist es, Miele in einem herausfordernden Marktumfeld langfristig wettbewerbsfähig und zukunftsfest aufzustellen.
„Wir haben gemeinsam mit Miele einen Prozess angestoßen, der die Beschäftigten aktiv einbindet und alle Standorte in den Blick nimmt. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten braucht es klare Perspektiven und verlässliche Strukturen. Genau daran arbeiten wir jetzt“, sagt Nicole Nüßemeier, IG Metall Gütersloh-Oelde.
Der Beteiligungsprozess umfasst sowohl die Analyse der wirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen als auch Workshops mit Beschäftigten, Betriebsräten und Expert*innen in den jeweiligen Werken. Die Ergebnisse fließen in standortspezifische Zielbilder ein, die im Laufe des Jahres 2026 weiter konkretisiert und verhandelt werden.
Die IG Metall betont dabei, dass ein gemeinsames Zukunftsbild nur dann tragfähig sei, wenn Perspektiven der Beschäftigten ebenso berücksichtigt werden wie die unternehmerischen Anforderungen. Ziel bleibe, industrielle Wertschöpfung und gute Arbeit an den deutschen Standorten dauerhaft zu sichern.
Der vereinbarte Personalabbau verläuft planmäßig. Die IG Metall sorgt dafür, dass der vereinbarte Korridor eingehalten wird und die Maßnahmen weiterhin sozialverträglich umgesetzt werden.